MCL Pathology Panel

Basierend auf der retrospektiven MCL-Studie wurde ein europäischer Pathologischer Ausschuss gegründet, um alle verfügbaren Proben bewerten zu können. Rückschauende Panel Prüfungen von mehr als 350 Fällen bestätigte nicht nur die Vorbehalte gegen eine Diagnostik, die allein auf Zytomorphologie gestützt ist (außerhalb von Studien, wird nur die Minderheit von MCL korrekt diagnostiziert!); sie identifizierten auch neue prognostische Marker. Proliferations-assoziierte Marker wie Ki-67 oder die Anzahl der Mitosen pro high power-field waren signifikant höher als klinische Faktoren wie z.B. der Internationaler Prognose Index und andere (z.B. zytologische) Marker. Die Resultate wurden kürzlich durch RNA-Array Analysen bestätigt. Seit 1998, während 7 Treffen dieses Pathologischen Ausschusses, verdeutlichte sich, dass dieses Instrument ausschlaggebend ist für die Bestätigung der Diagnose und Identifizierung von Subtypen des MCL sowie die Erarbeitung morphologischer Standards für eine generelle Einteilung maligner Lymphome.

Im Original abgeleitet vom Deutschen Netzwerk der Referenzpathologen, hat das European MCL Pathology Panel seit neustem 15 Teilnehmer aus ganz Europa (Dänemark, Frankreich, Deutschland, Groß Britanien, Italien, Niederlande, Spanien, Schweiz). Der zukünftige Schwerpunkt der Tätigkeit wird sein, die weitere Evaulation proliferationsassoziierter Prognose-Marker voranzutreiben, sowie das bisherige Wissen, welches bereits jetzt starken Einfluss auf nationale Diagnoserichtlinien hat, einem breiteren Spektrum an Pathologen (z.B. durch internationale Schulungen) zugänglich zu machen.

Ziele

Abgesehen von der Tatsache, dass heutzutage die Mehrzahl der MCL durch erfahrene Hämatopathologen korrekt diagnostiziert wird, wird immer noch basierend alleinig auf der Morphologie nur ein Teil der Erkrankungen genau erkannt. Zusätzlich ist der prognostische Nutzen der großen Vielfalt von zytomorphologischen Erscheinungen noch nicht genau in einer prospektiven Studie untersucht worden.
Folglich ist es erklärtes Ziel dieses Workpackages, die Etablierung der Referenzpathologie bei allen Studienfällen zur Bestätigung aller Diagnosen sowie deren Subtypifizierung durchzusetzen und die Evaluation von neuartigen proliferationsassoziierten und anderen immunhistchemischen Markern mit oncogenem Potential voranzutreiben.

 

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