Pharmakogenomics

Zur Identifizierung spezifischer pharmakologischer Angriffsziele in Mantelzelllymphomen, integriert dieses Projekt komplementäre Teile mit Abdeckung aller molekularen Aspekte von Mantelzelllymphomen. Genomische Studien (Host-genetic SNP, genetische Variabilität) und RNA- Mikro-Array-Analysen von arzneimittelresistenten Tumoren werden auf IGR-Forschungsebenen durchgeführt. Die vorklinische medikamentöse Erprobungsstrategie basiert auf den neu entwickelten Zelllinien und Maus-Modellen für Mantelzell-Lymphome. In dem derzeitigen Projekt werden die Bemühungen auf die Transformation von Informationen für die klinische Anwendung gerichtet, die aus den molekular-pharmakologischen (pharmakogenomisch) Studien und Tierstudien gewonnen wurden. Dies geschieht mittels Studien an ausgewählten Proben von Patienten der Clinical MCL Intergroup Working Party. Die Gruppe wird in einem integrierten Netzwerk arbeiten, das Proben und Resultate teilt, was es ermöglichen wird, verschiedene prädiktive Modelle, basierend auf pharmakogenomischen Profilen, zu entwickeln. Die begleitende Entwicklung von vorklinischen Werkzeugen zur Testung spezifischer antikanzerogener Medikamente gegen MCL wird auch in dieses Arbeitspaket integriert. Die verschiedenen Partner und Aufgaben dieser Arbeitsgruppen sind:


Ziele:

Chemorefraktäre primäre Tumorzellen und das Auftreten von Chemoresistenzen im Verlauf der Behandlung  repräsentieren große Probleme in der MCL-Therapie. Daher sind klinische Werkzeuge erforderlich, um wichtige funktionelle Parameter der Chemosensitivität in Patientenzellen zu überwachen. Allerdings ist die molekulare Basis für diese Zellresistenz nicht bekannt: Chemoresistente Gene könnten aktiv sein, Exportpumpen könnten Zytostatika aus den Tumorzellen entfernen oder die Zielzellen der Therapie könnten verändert sein.
Ziel dieses Arbeitspaketes ist die Erläuterung verschiedener molekularer Wege zur Festlegung verlässlicher prädiktiver Parameter im Rahmen kontrollierter Studien des European MCL Network. Daher wird neben dem kürzlich erarbeiteten Mausmodell zur Entwicklung vorklinischer Werkzeuge für Medikamentforschung die prognostische Relevanz des Single-Nukleotid-Polymorphismus von Enzymen, die in den Metabolismus verschiedener zytostatischer Medikamente involviert sind, bei Patienten des European MCL Network untersucht. Zusätzlich werden molekulare Veränderungen insbesondere bei refraktären MCL untersucht.